Marcel Treier
*1975
Freischaffender Künstler
Dipl. Intermedialer Kunsttherapeut, ITP Bern
Postgraduate in Art Psychotherapy, Goldsmith University London
Dipl. Religionspädagoge KIL
Zwischen Fläche und Form
Meine Arbeit bewegt sich zwischen Struktur und Auflösung. Ich erforsche, wie Ordnung, Rhythmus und Stille sich im Bildraum durch vielschichtige Kompositionen entfalten können. Mich interessiert weniger das Erkennen eines Motivs als die Resonanz, die im Akt des Betrachtens entsteht.
Die meisten meiner Arbeiten beginnen mit gezeichneten Formen, die ich mit Finelinern anlege und anschliessend sorgfältig in digitale Vektorgrafiken überführe. Der anschliessende Prozess des Kolorierens und Schichtens erfordert Ruhe und Zeit – Qualitäten, die meine Arbeit prägen.
Aus dieser zweidimensionalen Bildsprache heraus hat sich in den letzten Jahren ein weiteres Feld entwickelt: die Übertragung meiner geometrischen Formensprache in den Raum. Es entstehen skulpturale Kunst- und Designobjekte, die dieselben Prinzipien – Struktur, Proportion, ruhige Wiederholung – in Materialien wie Holz und Beton übersetzen. Was im Bild als Fläche und Schichtung beginnt, wird hier zu Volumen und Oberfläche: Objekte, die im Raum stehen, wirken und – wo es ihre Form zulässt – auch im Alltag Platz finden.
Beide Ausdrucksformen – die zeichnerische Arbeit und die gestalterische Objektentwicklung – teilen denselben Ursprung: das Bedürfnis, aus innerer Stille heraus Form zu geben, die zur Ruhe einlädt statt sie zu stören.
Erste dieser Objekte sind in Entwicklung.